Sonntag, April 30, 2006

Bestürzung über Ahmadinedschad

Wieder hat der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad mit provokanten Aussagen für Aufregung gesorgt. Nach einem Erlass Ahmadinedschads werden Fußballstadien nun auch für Frauen geöffnet. Ahmadinedschad erklärte außerdem, Frauen sollten die besten Plätze in den Stadien zugesichert bekommen. Damit löste der Staatschef, der als passionierter Fußball-Fan gilt, einen Sturm der Entrüstung unter Konservativen und religiösen Fundamentalisten aus. Jenen gelten schon die kurzen Hosen der iranischen Kicker als Gotteslästerung. Großajatollah Safi Golpajegani beispielsweise forderte von Ahmadinedschad, die Entscheidung zurückzunehmen. „Nach islamischer Ansicht ist der Blick einer Frau auf einen Mann, auch wenn dabei keinerlei Vergnügen im Spiel ist, nicht zulässig" meinte der religiöse Eiferer. Unbeeindruckt von den Ewiggestrigen spielte die iranische Frauen-Fußball-Nationalmannschaft am Freitag zu ihrem ersten Heimspiel in Teheran auf. Mahmud Ahmadinedschad, der privat auch selbst gerne dem runden leder nachjagt, hat angekündigt, ebenso wie tausende andere iranische Fans während der WM die iranische Mannschaft bei einem Besuch in Deutschland anfeuern zu wollen.

siehe auch
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Freitag, April 28, 2006

BAFF: Anti-WM-Shirt

Anti-WM-Shirt des Bündnis aktiver Fußballfans BAFF
Logo in groß
Rückseite des Shirts + Bestellmöglichkeit

Das BAFF setzt sich immer wieder kritisch mit Rassismus im Stadion oder Repressionen gegen Fußballfans auseinander. Zu letzterem hat das BAFF das Buch "Die 100 "schönsten" Schikanen gegen Fußballfans. Repression und Willkür rund ums Stadion" veröffentlicht. Für die WM 06 gibt es auf der BAFF-Page eine Schwerpunktseite
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Dienstag, April 25, 2006

Nürnberg: Volksseele kocht!

Nürnberg hat als einzige WM-Stadt die Möglichkeit bekommen, eine Kunstmeile zur WM zu erstellen – und das vollkommen kostenfrei, finanziert vom DFB und anderen Sponsoren. Doch die Volksseele kocht, denn ein geplantes Werk des Künstlers Olaf Metzel am Nürnberger Hauptmarkt läßt die sonst so trägen Massen Sturm laufen. Metzel möchte am Hauptmarkt eine Skulptur aus ehemaligen Stadionstühlen des Münchner Olympiastadions aufbauen, die den Titel "Auf Wiedersehen!" trägt. Für Bürger und Lokal-Presse ist klar: Es handelt sich um eine Schrott-Skulptur. Hauptärgernis ist jedoch, dass die Skulptur etwa zwei Monate lang ein Überbleibsel aus dem Mittelalter verdecken wird – den sehr einfallsreich betitelten sog. "Schönen Brunnen", der laut Kritikern ein "Wahrzeichen der Stadt" sei. Soweit so gut; was die Bürger jedoch dazu bringt, gegen die Baumaßnahmen für das vorübergehende Kunstwerk eine Protest-Menschenkette zu organisieren, massenhaft am Bauzaun herumzupöbeln, den Sicherheitsdienst zu attackieren, illegal auf das Gelände zu drängen und sich sogar ein Handgemenge mit der Polizei zu liefern, ist auf den ersten Blick unklar. Von "kalter Wut" spricht die Lokalpresse hinsichtlich des Mobs, der laut NN "mehrheitlich aus Rentnern" besteht. "Lieber sollen sie uns die Renten kürzen, als so einen Mist zu machen." bietet ein altes Ehepaar aufopfernd aber zusammenhanglos an. Bei solchen Angeboten braucht sich wohl auch niemand mehr fragen, wieso die "Bürger" bei Sozialkürzungen hingegen keineswegs massenhaft auf die Straße drängen. Vielleicht liegt der Hintergrund der Vehemenz der Proteste ja in der Bedeutung des "Schönene Brunnens" selbst. So weißt die NN auf die Figuren des Brunnens hin, denn
Entscheidend ist aber, dass in der obersten Reihe Moses mit den Gesetzestafeln erscheint, zusammen mit sieben Propheten des Alten Testaments. Diese acht Figuren nämlich stehen symbolisch für die höchsten Gebote der christlich-jüdischen Glaubenswelt
Quelle
Na wenn es um die Verteidigung des christlich-jüdischen Abendlandes geht...

Bisher bietet die Stadt dem Mob noch die Stirn, Oberbürgermeister Maly (SPD) verteidigte das Kunstwerk und die verantwortliche Kulturreferentin Lehner (CSU). Selbst die Opposition nutzte bisher den Volkszorn nicht für ihre Zwecke. So erklärte FDP-Stadtrat Utz Ulrich: Die „vermutlich zumindest teilweise von Rechtsradikalen gesteuerten“ und geschürten „unheimlichen Emotionen“ zeigten deutlich, wie notwendig eine „faire und offene, von Kenntnis getragene Auseinandersetzung um moderne Kunst in Nürnberg“ sei.

Artikel via http://anti-moslem-hass.blogspot.com
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Montag, April 24, 2006

Alternative Kick

Seit Monaten äußern Fanprojekte, Ultras-Gruppen und linke Initiativen erhebliche Kritik am kommerziellen Verfall und Ausverkauf des Fussballs, an den massiven Sicherheits- und Überwachungsverschärfungen sowie den repressiven Polizeimaßnahmen und am nationalen Massenhype im Zusammenhang mit der WM. Die "Alternative Kick"-Kampagne will Gegenakzente zur Fussballweltmeisterschaft und ihren negativen Begleiterscheinungen setzen. Auftakt dafür bildete der Auftritt der italienischen Ska/Punkrocklegende Banda Bassotti in der Nürnberger Desi.
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Dienstag, April 18, 2006

Ausstellung „Fußball und Menschenrechte“ in Marburg

„amnesty international“ und die Koalition gegen Straflosigkeit möchten in ihrer Ausstellung zeigen, wie die argentinische Militärdiktatur die Weltmeisterschaft 1978 in ihrem Land dazu nutzte, sich international in ein gutes Licht zu rücken. „Die Machtübernahme des diktatorischen Regimes jährte sich im März zum 30. Mal“, erzählt Katja Schmiederer, die Bezirkssprecherin Mittelhessen von amnesty international.
mehr
Posted by anti-wm at 18:33:44 | Permanent Link | Comments (0) |

Polizei fordert Absperrung der Innestädte


In etwa 300 Städten in Deutschland wird es auf öffentlichen Plätzen Live-Übertragungen von WM-Spielen auf Groß-Leinwänden, LCD-Bildschirmen o.ä. geben - "Public Viewing" wird das ganze von der Sicherheitsbranche inzwischen genannt.

Schlimm genug, dass damit die wichtigsten Plätze in Großstädten durch tausende besoffener Fußballfans blockiert werden - die Gewerkschaft der Polizei möchte noch einen draufsetzen:
"Wir fordern ähnliche Sicherheitskontrollen wie in den Stadien", sagt Freiberg. Dazu gehörten seiner Ansicht nach Zugangskontrollen, private Ordnungsdienste und Videoaufzeichnungen der Fans.
Das hört sich nach Stoibers Plänen an, der in München und Nürnberg die wichtigsten öffentlichen Plätze einzäunen lassen will, um nur ausgewählten Personen den Zugang zu bayerischen Innenstädten zu gewähren. Die Leidtragenden werden vor allem die Bewohner der WM-Städte sein, die sich in ihrer eigenen Stadt nicht mehr frei bewegen können.
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Montag, April 17, 2006

DFB und Owomoyela gehen gegen NPD vor

Der DFB und Nationalspieler Patrick Owomoyela sind gegen die rassistische Aktion der NPD vorgegangen und haben eine einstweilige Verfügung erwirkt. Bei Nichtbeachtung winkt ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro oder Ordnungshaft. Begründet wurde dieses Vorgehen vom DFB damit, dass die NPD mit ihrer Aktion den Tatbestand der Volksverhetzung und Beleidigung erfülle. Vorausgegangen war dem ein Cover des NPD-Planers und ein Bericht mit der Aussage "Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONAL-Mannschaft!" (hatte) für Aufsehen gesorgt.

via wm-weblog
Posted by anti-wm at 11:22:59 | Permanent Link | Comments (1) |

Donnerstag, April 13, 2006

WM-Folgen in Hamburg

Birgit Gärtner

Orwell lässt grüßen

Überm Dach die Aufklärungsflugzeuge AWACS, vorm Haus die Bundeswehr beim Inlandseinsatz, ringsum Deutschlandfahnen in Schaufenstern und auf Balkonen, dazwischen grölende Fußballfans - dieses Szenario erwartet im Juni Millionen Menschen in den deutschen WM-Städten. Doch während AWACS, Bundeswehr und grölende Fans nach der WM wieder verschwinden - die Fahnen hoffentlich auch - werden einige Dinge dauerhaft erhalten bleiben. In Hamburg werden das u.a. ein eigens für die WM errichtetes Polizeigefängnis sein und die durchgängige Videoüberwachung der Reeperbahn, die am vergangenen Donnerstag begann.
weiter auf Indymedia
Posted by anti-wm at 22:57:14 | Permanent Link | Comments (0) |

Menschenrechtsverletzungen der WM-Teilnehmer

Amnesty outet zur WM Menschenrechtssünder

In einem Viertel der Länder, die an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen, gilt die Todesstrafe. Darauf weist die Menschenrechts- Organisation Amnesty International in einer WM-Kampagne hin.

Posted by anti-wm at 16:09:59 | Permanent Link | Comments (0) |

Sonntag, April 09, 2006

neue Anti-WM-Shirts


Fuck Fußball


Nochmal anders


Deutschland wird Letzter


Für Girls ist auch was dabei


Nicht nur Shirts, auch sonstiges Anti-Fan-Material

Mehr Shirts und Krempel gibts auf musikperle.de. Teilweise ganz witzig, die Preise sind allerdings schlichtweg absurd. Da lohnt es sich schon eher, sich selbst Anti-WM-Shirts mit eigenem Style und eigenen Sprüchen drucken zu lassen. Mehr Spaß macht das auch. Entsprechende Shops gibts ja inzwischen in so gut wie jeder Stadt. Also los geht`s! Bilder von Euren Kunstwerken werden natürlich gern hier veröffentlicht.
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Freitag, April 07, 2006

Ede in Bedrängnis

Skandal der Staatskanzlei? WM-Task-Force: Regierungszentrale erheblich belastet

Flagge
Die Vorgänge rund um die WM-Task-Force der Staatsregierung holen Ministerpräsident Edmund Stoiber ein. Ein Beamter des Kultusministeriums bestätigte vor dem Untersuchungsausschuss, dass die Staatskanzlei früh informiert war.

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Mittwoch, April 05, 2006

Christliche Initiative gegen WM-Sponsor adidas

Die »Christliche Initiative Romero e.V.« (CIR) startete am Dienstag den 4.April eine Kampagne gegen den WM-Hauptsponsor adidas. Dessen el salvadorianischer Zulieferer Hermosa kämpft mit allen Mitteln gegen Betriebsrats- und Gewerkschaftsgründungen. Die Clean Clothes Kampagne ist ihm deshalb schon länger auf der Spur

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Sonntag, April 02, 2006

NPD-Hetze gegen einen Nationalspieler

Durch das unerwartete Ausmaß des staatliche Rassismus im Rahmen der WM an den Rand gedrängt, will sich die WM beim rassistischen Mob wieder als Alternative ins Gespräch bringen. Helfen soll dabei ein NPD-WM-Planer mit dem Motto "Weiß - nicht nur eine Trikotfarbe - Für eine echte NATIONAL-Mannschaft"

Posted by anti-wm at 14:20:47 | Permanent Link | Comments (1) |