Freitag, März 31, 2006

Grenzen dicht auf Abruf während WM

Die junge welt berichtet:

Zur WM bei Bedarf Grenzkontrollen?

Berlin. Die Bundesregierung hält sich für die Dauer der Fußball-WM (9. Juni bis 9. Juli) die Möglichkeit offen, das Schengener Abkommen außer Kraft zu setzen. Bei Bedarf sollen die Grenzkontrollen zu den Schengen-Staaten wieder möglich gemacht werden. Dies besagt Artikel 2 in dem Abkommen. Betroffen davon sind die deutschen Grenzen zu Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Österreich. »Wir werden je nach Lage reagieren und das Wann und Wo der Aussetzung ausdrücklich an die Situationen anpassen«, sagte der für Sport zuständige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag zur Eröffnung der WM-Sicherheitskonferenz in Berlin.
(sid/jW)
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Sonntag, März 26, 2006

7000 Soldaten im WM-Einsatz



Waren bisher 2000 Soldaten, die während der WM im Innerern eingesetzt werden sollen, im Gespräch, soll nun auf 7000 Mann aufgerüstet werden.

Posted by anti-wm at 16:48:47 | Permanent Link | Comments (0) |

Donnerstag, März 23, 2006

Coca-Cola sponsert die WM und profitiert vom Paramilitarismus in Kolumbien

Make it real: In Kolumbien werden die meisten Morde an Gewerkschaftern weltweit verübt. Coca-Cola – offizieller Partner der WM 2006 – profitiert von dieser Situation. Seit Jahren betreiben die Coca-Cola-Abfüller in Kolumbien eine extrem gewerkschaftsfeindliche Politik, die auch vor Morden nicht zurückschreckt.

Posted by anti-wm at 22:12:09 | Permanent Link | Comments (0) |

Sonntag, März 19, 2006

Claassen-Liste & Klassen-List

Die WM-Organisatoren und Sponsoren haben sich mit ihrer Über-Regulierung selbst ein Bein bei der kostenlose Vergabe von WM-Tickets an willige Politiker, DGB-Funktionäre, Beamte usw. gestellt: Korrumpierte Politiker, Staatsdiener und Manager können nun problemlos - per Datenabgleich - gerastert und der Strafverfolgung zugeführt werden - und bekamen prompt "Schiß". Die Sponsoren & politischen Landschaftspfleger bleiben auf ihren teuren "Geschenken" sitzen - vorneweg Stromriese EnBW!
Posted by anti-wm at 23:54:27 | Permanent Link | Comments (1) |

Sonntag, März 12, 2006

Iran von der WM ausschliessen?

Schon vor einigen Monaten begannen Politiker der etablierten Parteien damit die Öffentlichkeit mit Forderungen nach dem Ausschluss der iranischen Fußballmannschaft von der WM in Deutschland zu penetrieren. Grund für den Ausschluss soll nach Angaben von Verfechtern wie z.B. Grünen-Mitglied Beck die Äußerungen des iranischen Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad sein. Was die Fußball-Elf Irans konkret verbrochen habe, um von der WM wie Kriminelle ausgeschlossen zu werden, konnten weder Beck noch Cohn-Bendit oder einer ihrer Unterstützer erklären.
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Mittwoch, März 08, 2006

Schattenseiten der WM

Überblick über einige negative Folgen der WM: from Indymedia:

Vom 9.Juni bis zum 9.Juli 2006 ist "die Welt zu Gast bei Freunden" – so das offizielle Motto der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Bei der WM handelt es sich um ein Ereignis mit ungeahnter politischer Reichweite, versuchen doch seit Monaten verschiedenste Akteure alle nur erdenklichen reaktionären Forderungen, mit der Fußball-WM zu rechtfertigen.

Schon im Vorfeld löste das Ausspionieren der Fans Kritik aus. Die Tickets zur WM sind nur im Internet erhältlich, und dort muss ein Fragebogen ausgefüllt werden der laut Datenschützern an Länge und Intimität der Daten mit ALG2-Anträgen mithalten kann. Eine Rechtfertigung, warum ein Ticket zu einem Fußballspiel solche Fragen nötig macht gibt es keine – ebenso wenig wie Antworten, was mit den Daten eigentlich geschieht. Der kommerziellen Nutzung kann nur auf dem Briefweg widersprochen werden. (mehr)

Doch nicht nur die Verkaufsmodalitäten der Tickets sind anrüchig – die Eintrittskarten selbst haben es ebenso in sich. Die Tickets sind mit einem sogenannten RFID-CHIP versehen, einem winzigen von außen aus Entfernung auslesbarem Funkchip. Dabei handelt es sich um eine äußerst umstrittene Überwachungstechnik, die u.a. das Erstellen persönlicher Bewegungsprofile ermöglicht, ohne dass der Betroffene dies überhaupt bemerkt, Die Fußball-WM wird nun anscheinend genutzt um dieser gefährliche Technik massenhaft einzusetzen und ihr Akzeptanz in der Bevölkerung zu verschaffen. (mehr)

RFID-Chips sind nicht die einzigen Überwachungsmaßnahmen, die im Rahmen der WM zum Einsatz kommen. Im Namen der 'Sicherheit' soll alles ausgeweitet werden, was der Polizeiapparat zu bieten hat. Nicht nur die Videoüberwachung öffentlicher Plätze soll ausgeweitet werden, auch die Polizeipräsenz allgemein soll verstärkt werden. An Bahnhöfen, Flughäfen und auf offener Straße sollen präventive Kontrollen ausgeweitet werden. Das solche Maßnahmen vor allem gegen ungeliebte Gruppen, wie Obdachlose, Punks, MigrantInnen und Homosexuelle zum Einsatz kommen werden, ist ein offenes Geheimnis. Bayerns Innenminister Beckstein möchte zusätzlich öffentliche Plätze auf denen über Videoleinwände die WM zu sehen ist, polizeilich abgeriegeln und mit einer Art 'Einlaßkontrolle' 'sichern'. So werden noch größere Bereiche der Innenstädte für Menschen mit der 'falschen' Haar- oder Hautfarbe zur No-Go-Area.

Schon jetzt machen die bayerischen Gefängnisse Platz für die erwarteten Massenverhaftungen während der WM. Beckstein will dafür spezielle Schnellgerichte einführen, die Verdächtige über Nacht internieren oder aburteilen können. (mehr)

Auch die Privatwirtschaft wittert ihre Chance, eigen asoziale und undemokratische Forderungen im Namen der WM durchzudrücken. So fordert die Hamburger Handelskammer und der Einzelhandelsverband etwa ein generelles Bettelverbot in der Innenstadt. In vielen Kommunen ist Betteln und "sich lagern" sowieso schon verboten, die WM bietet nun willkommenen Anlass für die restlichen Städte, die Armen endlich aus ihrem Stadtbild zu verdrängen. (mehr)

Womit viele offenbar aber kein Problem haben, sind Panzer und schwerbewaffnete deutsche Soldaten im Stadtbild. Die CDU möchte diesen offenbar erhebenden Anblick zur Normalität machen und die Bundeswehr in Zukunft auch "im Inneren", also gegen die eigene Zivilbevölkerung einsetzen können. Anlass soll natürlich wiedereinmal die Fußball-WM bieten. Glücklicherweise verbiete das Grundgesetz aus den Erfahrungen mit dem deutschen Faschismus heraus solche unsäglichen Phantasien. Kein Grund jedoch, für Schäuble, Beckstein und Co, ihren Traum aufzugeben. Eine Grundgesetzänderung soll her, oder – wenn das wegen der Kürze der Zeit vor der WM nicht mehr klappt – das Gesetz 'phantasievoll' umgangen, also gebrochen, werden. (mehr)

Bei der Rechtfertigung des Militäreinsatzes wird ein weiterer Fall der Instrumentalisierung der WM offenbar. Denn die Bundeswehr soll ja vor bösen Muslimen schützen, die nach konservativer Lesart nichts besseres zu tun haben, als brave Christenmenschen den Spaß durch Anschläge auf deutsche Fußballstadien zu vermiesen. Innenpolitisch fügt sich das ganze perfekt in die ständig zunehmende rassistische Hetze gegen Muslime, die in der Propaganda zur finsteren Gegenmacht aufgebaut werden, gegen die nur die bedingungslose Unterwerfung unter die westlichen Staatsinstituionen helfen kann. Auch außenpolitisch ist die WM im Kulturkampf verwertbar. Ausgerechnet die iranische Fußballmannschaft – in ihrer Heimat wegen ihrer kurzen Hosen selbst mißtrauisch beäugt – samt ihrer Fans wird da von manchen Extremisten zum Sündenbock gemacht. Im Rahmen der Kriegsvorbereitungen gegen den Iran fordern da etwa Politiker den Ausschluss des Iran von der Fußball-WM (mehr) oder Sonderbehandlungen für iranische Fußballfans. (mehr)
Man kann nur hoffen, das solche unsäglichen Debatten die iranischen Fans nicht davon abhalten lassen ihre Mannschaft bei der WM genauso zu unterstützen und wie das alle Fans anderer Nationalität auch tun. Aber vor allem sollten die deutschen Fans derartiger rassistischer Stimmungsmache eine klare Absage erteilen.
Posted by anti-wm at 19:33:03 | Permanent Link | Comments (0) |

Montag, März 06, 2006

Theatersport-WM


Nicht nur die Fußball-WM wird diesen Sommer dramatische Szenen für die Zuschauer – viel eher dafür prädestiniert scheint wohl die Theatersport-WM vom 26.06.-08.07.06. Dabei treten die Besten der Besten des Impro-Theaters gegeneinander an. 55 Matches finden in ganz Deutschland statt, z.B. in Berlin, Bremen, Dresden, Göttingen, Halle/Saale, Hamburg, Hannover, München sowie in den Regionen Nürnberg, Rhein-Neckar und Ruhrgebiet. Neben Gastgeber Deutschland sind mit Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Russland, Slowenien und Schweden sieben weitere europäische Teams am Start. Der amerikanische Kontinent wird durch Argentinien, Kanada, Kolumbien und die USA vertreten, aus Afrika kommen Marokko sowie Zimbabwe, und den weitesten Weg zur WM haben Japan sowie Neuseeland.
Die Festivalsprache ist englisch und deutsch, der nonverbalen Kommunikation zwischen den Künstlern aus aller Welt kommt jedoch entscheidende Bedeutung zu.
Posted by anti-wm at 19:49:10 | Permanent Link | Comments (1) |

Alternative zur WM - Mondiali Antirazzisti

Die antirassistische Fußball-WM „Mondiali Antirazzisti“ findet vom 12. bis 16.Juli in Montecchio Emilia (Italien) statt. Am Kleinfeldturnier der Antira-WM können insgesamt 192 Frauen-, Männer- und Mix-Teams aus aller Weltteilnehmen.

Die „Mondiali Antirazzisti“ sind kein kommerzielles Festival. Die Teilnahme am Turnier, die Konzerte, die Kino- und Theatervorstellungen sind kostenlos, die Nutzung des Zeltplatzes und der Sanitären Einrichtungen ist ebenfalls kostenlos.

Wichtiges Instrument für Dialog und zwischenmenschliche Auseinandersetzung ist der Sport mit seiner universellen, non verbalen Sprache, und hier insbesondere der Fußball, der auf allen Niveaus und auf der ganzen Welt praktiziert wird.

Hauptziel der Veranstaltung sind Zusammentreffen und konstruktive Auseinandersetzung: damit MigrantInnen und Ultras, Jugendgruppen und lokale Institutionen miteinander ins Gespräch kommen, um sich gegenseitig kennen zu lernen und die Realisierung gemeinsamer Projekte auf lokaler und europäischer Ebene einfacher wird. Also ein Möglichkeit Netzwerke und Verbindungen zu knüpfen, mittels derer in Zukunft Aktionen und dauerhafte Projekte gegen jede Form von Diskriminierung entwickelt werden können.
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www.mondialiantirazzisti.org
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Mittwoch, März 01, 2006

Bayerische Knäste schaffen Platz für die WM

Um während und im Vorfeld der WM tausende von zusätzlichen Menschen in den bayerischen Gefängnissen internieren zu können, haben die bayerischen Knäste um Nürnberg und München mit der Verlegung von Gefangenen und dem Ausbau der Gebüunde begonnen. Offensichtlich haben Stoiber&Co vor, die WM für eine Art Ausnahmezustand zu nutzen, und massiv gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Dazu sollen spezielle Schnellgerichte gebildet werden, die über Nacht Menschen internieren lassen oder verurteilen können. (siehe z.B. hier)


Auch von seinem Traum, die Bundeswehr im Innern gegen die Zivilbevölkerung einsetzen zu können, ist Stoiber noch nicht abgerückt. Nur soll jetzt wegen der kurzen Zeit bis zur WM nicht mehr das Grundgesetz geändert, sondern schlicht gebrochen werden (siehe z.B hier)
Posted by anti-wm at 18:59:59 | Permanent Link | Comments (0) |