Dienstag, Februar 28, 2006

Interview zu Ladenschluss während der WM

Während der Fußballweltmeisterschafft sollen in Bayern die Geschäfte länger geöffnet sein, sprich die Ladenschlusszeiten abgeschafft werden.Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di findet das weder lustig noch sinnvoll.
Christian Hartmann sprach mit Hans Sterr, Pressesprecher von Ver.di Bayern.

Interview als mp3
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Montag, Februar 27, 2006

»Kriminalitätsfurcht fördert den Umsatz. Anstößig ist das nicht«


Im Jahr der Fußballweltmeisterschaft boomen die privaten Sicherheitsdienste. Sie nehmen der Polizei Aufgaben ab und erledigen, was sie nicht darf.

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Samstag, Februar 25, 2006

Anti-WM-Shirts



kaufbar z.B. hier
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Freitag, Februar 24, 2006

Länger arbeiten für die WM?

Meldung von Verdi:

Auf völliges Unverständnis ist bei ver.di Bayern die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung gefallen, die Ladenschlusszeiten während der Fußball-WM 2006 freizugeben. „Das wird den Geschäften nicht nützen, aber den Beschäftigten schaden“, prognostiziert Josef Falbisoner, Landesbezirksleiter von ver.di Bayern: „Das ist ein scheinheiliger Kompromiss gegen die Betroffenen“.
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Als völlig unverständlich bezeichnet Falbisoner auch die Erwartung, dass die Fans nach den Spielen zum Shoppen gehen: "Da sind wir mal gespannt, welche Art von Shopping beispielsweise angetrunkene Randalierer in den Läden betreiben werden!"
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Die Verlängerung der Öffnungszeiten sei „in jedem Falle schädlich für die klein- und mittelständischen Betriebe und die Beschäftigten“, sagt auch Hubert Thiermeyer vom Fachbereich Handel bei ver.di Bayern. Ausbaden müssten das ganze dann vorrangig die Beschäftigten, auf die dadurch hohe Mehrbelastungen zukämen. "Wir freuen uns auch auf die WM und wünschen dem Handel ja wirklich gute Geschäfte. Aber durch Phantasien aus dem Wolkenkuckucksheim und zu Lasten der Beschäftigten: So geht’s nicht", kritisiert Thiermeyer.
Posted by anti-wm at 20:25:25 | Permanent Link | Comments (0) |

Donnerstag, Februar 23, 2006

Big Brother Award für WM

Der Big Brother Award 2005 in der Kategorie "Verbraucherschutz" geht an

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006
Organisationskomitee Deutschland im DFB,
vertreten durch Franz Beckenbauer


für die inquisitorischen Fragebögen zur Bestellung von WM-Tickets, für die geplante Weitergabe der Adressen an die FIFA und deren Sponsoren und für die Nutzung von RFID-Schnüffelchips in den WM-Eintrittskarten und damit den Versuch, eine Kontroll- und Überwachungstechnik salonfähig zu machen zum Nutzen des WM-Sponsors und RFID-Herstellers Philips.

Begründung
Posted by anti-wm at 23:28:15 | Permanent Link | Comments (0) |

Mittwoch, Februar 22, 2006

WM-Absage wegen Vogelgrippe?

Das Spiel mit dem Ball macht Spaß!
Nicht allein die Mediziner machen sich aufgrund der in der vergangenen Woche auch in Deutschland nachgewiesenen Vogelgrippe ernsthafte Sorgen, denn auch die Austragung der Weltmeisterschaft (9. Juni bis 9. Juli) könnte gefährdet sein.
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Posted by anti-wm at 02:12:00 | Permanent Link | Comments (1) |

Montag, Februar 20, 2006

Kein Witz

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Offizielles Polizei-Logo für die WM 2006 in Deutschland

Ein Polizist aus NRW hat das Logo kreiert, damit die deutsche Polizei sich "zu dem sportlichen Großereignis den Besuchern freundlich, offen und positiv präsentieren" kann. Was den Künstler, Polizeikommissar Jürgen Tomicek dabei bewußt oder unbewußt inspiriert haben könnte gibts bei Panorama zu sehen:

Adolf Hitler; Rechte: dpa
Posted by anti-wm at 17:18:14 | Permanent Link | Comments (3) |

Bundeswehr im Inneren

Etwa 2.000 Soldaten werden bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer aufmarschieren. Eine auffallend große Zahl, denn so manche den Militärs zugewiesene Tätigkeit fällt üblicherweise in das Aufgabenspektrum ziviler Einrichtungen. Andere geplante Unterstützungsleistungen der Streitkräfte sind hinsichtlich der ihnen zu Grunde liegenden Bedrohungsszenarien reichlich konstruiert. Beim WM-Engagement der Bundeswehr geht es aber nicht nur um den Versuch, das Image der Armee im Rahmen eines sportlichen Großereignisses einmal mehr aufzupolieren. Politischer Zweck des Manövers ist es auch, den Einsatz der Streitkräfte im Innern dem Publikum schmackhaft zu machen. Das belegen die Forderungen vor allem konservativer Innenpolitiker, während der WM Soldaten darüber hinaus für polizeiliche Aufgaben abzustellen. Die Debatte um die dafür notwendige Grundgesetzänderung hat Mitte Februar mit dem Abschuss des rot-grünen Luftsicherheitsgesetzes durch das Bundesverfassungsgericht neuen Schwung bekommen. Welchen Sinn macht aber die massive politische Orientierung auf die Heimatfront? Hier spielen nicht nur die arm gemachten öffentlichen Kassen und mögliche Einsparungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eine Rolle. Es gilt daneben, neue Aufgabenfelder für die nicht im Ausland einsetzbaren Wehrpflichtigen zu finden, sonst ist die allgemeine Wehrpflicht auf Dauer nicht mehr haltbar.

Audiokommentar von Radio Unerhört zum Thema
Posted by anti-wm at 17:02:05 | Permanent Link | Comments (1) |

Samstag, Februar 18, 2006

iranische Fans sollen draußen bleiben

Günther Beckstein, christlicher Fundamentalist der bayerischen Einheitspartei, hat ja schon vor ein paar Wochen eine "Spezialbehandlung" für iranische Fans gefordert. Anders als alle anderen Fußballfans sind die nämlich aufgrund ihrer Herkunft genetisch zur Boshaftigkeit verdammt. Anstatt - wie es z.B. Grundgesetz und Menschenrechte fordern - alle Fans gleich zu behandeln, sollen für die iranischen Fans Sondergesetze gelten. Das fordert zumindest der Vizevorsitzende des parteipolitisch organisierten deutschen Christentums, Wolfgang Bosbach. Potentielle religiöse Fans sollen dann nach ihrem äußeren Eindruck begutachte und präventiv an der Einreise gehindert werden. Die Kriterien? Liegt im Auge des betrachtenden BGSlers oder Polizeibeamten. Wer nicht gefällt, fliegt raus. Und da "die" ja eh alle irgendwie islamisch aussehen mit ihren dunklen Haaren, ihrem un-weißen Teint und den Bärten - also alle Iraner raus!

Den Becksteinschen Anti-Fußball-Fundi-Test kann mann übrigens nachlesen, nämlich hier. Was Pouja Khajeh-Zare, Spieler und Vorstand des Kreisligisten SV Iran Frankfurt davon hält, ist ebenfalls im Netz zu finden. Ebenfalls interessant: Iran-Fussball.de, die deutsche Seite für iranische Fans.
Posted by anti-wm at 13:30:13 | Permanent Link | Comments (0) |

Arme bekämpfen, Armut vergrößern

Einige Städte benutzen die Fußball-WM als Anlass, um endlich mit den unliebsamen Armen aufzuräumen. Die Hamburger Handelskammer und der Einzelhandelsverband etwa fordern ein Bettelverbot: "Bettler passten nicht zu einer Einkaufs-Metropole und schreckte Kunden ab, so die Meinung der Einzelhändler." So ihrer einzigen Einnahmequelle beraubt wird sich das Problem mit der Existenz der Obdachlosen bald von selbst lösen, denkt die Hamburger Händlerschaft. Einzelne Grüne erinnern sich derweil in der Opposition ihrer Wurzeln: "Die Handelskammer hat den Anstand verloren", kommentierte Antje Möller (GAL). "Statt die Armen zu vertreiben, sollte die Armut bekämpft werden." Natürlich wird jeder sichtbar Arme es während der WM schwer haben, überhaupt noch in die Innenstädte eingelassen zu werden. Wär ja noch schöner, wenn die soziale Realität in Deutschland auf den Fernsehkameras der Welt sichtbar werden würde.

siehe u.a.:

NDR
abendblatt
Posted by anti-wm at 13:04:32 | Permanent Link | Comments (0) |

Mittwoch, Februar 15, 2006

Bundeswehr im Inneren

Es hat schon seine Gründe, dass im Orginal-Grundgesetz der BRD ein Verbot der Remilitarisierung ausgesprochen war. Schon bald wurde das allerdings zugunsten des Kampfs gegen den "gottlosen Kommunismus" gekippt und mit Hilfe der Reste des oberen Mittelbaus der Reichswehr die Bundeswehr ins Leben gerufen. Damit diese wenigstens nicht zu politischen Zwecken gegen die eigenen Bürger eingesetzt werden kann, gibt es zumindest noch das Verbot des Einsatzes der BW im Inneren. Davon nicht betroffen sind unbewaffnete Hilfseinsätze wie Säcke schleppen bei Katastrophen o.ä. Jetzt naht die WM und die Rechte wittert die Chance ausgerechnet mit der WM den Einsatz von bewaffneten Soldaten und Panzern "im Innern", also gegen die eigene Bevölkerung zu rechtfertigen.

siehe u.a.:
Süddeutsche 1
Schäuble
Süddeutsche 2
Posted by anti-wm at 14:06:54 | Permanent Link | Comments (4) |